Ramaḍān ist der Sultan der Monate.

As-salāmu ᶜalaykum wa-raḥmatullāhi wa barakātuhuAᶜūdhu billāhi mina sh-shayṭāni r-rajīmBismillāhi r-raḥmāni r-raḥīm.

Dank (shukr) Allāhs haben wir wieder den Ramaḍān erreicht. Zwei der drei heiligen Monate sind vergangen, wir haben den dritten erreicht. Wir konnten in diesem Rajab und Shaʿbān nicht hier (in Lefke) sein wegen des Rückzugs. Allāh, möge er gesegnet sein, in shāʼ Allāh. Wir haben einen schönen Monat erreicht. Der Ramaḍān ist der Monat der Umma. Allāh (awj) gibt uns Segnungen, Belohnungen in diesem Monat. Allāh versorgt die Menschen mit Seiner Großzügigkeit, damit jeder Nutzen hat. Er (jj) tat es, damit jeder Belohnungen bekommt, Nutzen hat von Seinen (jj) Geschenken.

Der Ramaḍān ist einer dieser schönen Monate. Er ist der Sulṭān der elf Monate. Fasten während des Tages, das Tarāwīh Gebet in der Nacht, Suḥūr – sie werden alle als Gottesdienst gezählt. Glaubt nicht, es gäbe keinen Lohn für das Suḥūr. Es gibt großen Lohn dafür. Unser Prophet (saws) sagte uns, Suḥūr zu machen. Wenn er (saws) sagt, ‚Macht Suḥūr‘, ist es ein Befehl. Wenn es ein Befehl ist, esst ihr das Essen und trinkt auch, im Gegenzug werdet ihr belohnt. Wenn ihr klug seid, macht ihr euch das zunutze. Aber was können wir tun für Leute ohne Verstand. Sie wissen es besser. Jemand, der seinen eigenen Verstand bevorzugt, ist für sich selbst verantwortlich. Er sagt, er sei klug, fastet nicht, respektiert den Ramaḍān nicht. Es wird um so schlimmer für ihn sein. Denn Allāh (awj) gab die Ehre dieses Monats in diesem Monat, nicht zu einer anderen Zeit.

Unseres Propheten (saws) Ḥadīth sagt: Wenn ihr an einem Tag das Fasten mit Absicht brecht im Ramaḍān, werdet ihr es bereuen. Es gibt manche, die bereuen, und manche, die nicht bereuen. Wenn ihr das Fasten gebrochen habt und es bereut, was werdet ihr als erstes tun? Ihr fastet 60 Tage als Wiedergutmachung. Die Strafe für einen Tag sind 60 Tage, 60 Tage Wiedergutmachung. Wenn ihr dann diesen einen Tag fastet, ist eure Strafe erledigt. „Aber selbst wenn ihr euer ganzes Leben lang fasten würdet, könntet ihr nicht den Wert dieses einen Tages erreichen“, sagt unser Prophet (saws). Also sind diese Geschenke nicht gering. Allāh (awj) gibt Lohn in diesem Monat. Glücklich sind die Menschen, die davon Nutzen haben, die diesen Gottesdienst verrichten. Die Geschenke, Belohnungen, guten Taten, die sie empfangen werden, sind bei Allāh. Macht alles zur rechten Zeit. Möge Allāh diesen Monat gesegnet sein lassen, in shāʼ Allāh.

In shāʼ Allāh werden wir wieder ein Treffen machen, nach 4 Uhr morgens in diesem Jahr wie jedes Jahr. Vergesst es nicht. Kommt nicht zu spät!


Al-ḥamdulillāh haben wir den Monat Ramaḍān erreicht. Diese drei Monate sind heilige Monate. Aber dieses Jahr konnten wir im Rajab, Shaʿbān nicht (nach Lefke) kommen, wir waren im Khalwa und kamen erst im Ramaḍān hierher, al-ḥamdulillāh. Ramaḍān ist die Gelegenheit für die Menschen, von Allāh (awj) gesegnet zu werden, von Seinen großzügigen Geschenken zu empfangen. Es ist ein sehr heiliger Monat. Er ist der Sulṭān der anderen Monate. Von den zwölf Monaten ist der Ramaḍān der Sulṭān, weil es während des Tages Fasten gibt, in der Nacht das Beten des Tarāwīh und nach dem Tarāwīh auch das Aufwachen zum Suḥūr. Für all das bekommt ihr Lohn, selbst für das Suḥūr bekommt ihr ihn.

Suḥūr, was bedeutet es? Aufzuwachen, um etwas zu essen vor dem Fasten. Es ist Suḥūr, es ist auch ein Befehl. Es ist Sunna, Suḥūr zu machen. Wer Suḥūr macht, sagte der Prophet (saws), bekommt Baraka. Fastet nicht ohne Suḥūr, sagte er. Aber manchmal essen die Menschen zu viel in der Nacht. Für Suḥūr wird es schwierig für sie, aufzuwachen. Aber wenn ihr aufwacht für Suḥūr, auch wenn ihr nur ein Glas Wasser trinkt, danach zum Fajr-Gebet aufbleibt und dann schlaft, habt ihr auch Nutzen davon.

Alles gibt Allāh uns aus Seiner Großzügigkeit. Dies ist euer Monat. Er braucht nichts. Aber nur aus Seiner Großzügigkeit heraus gefällt es Ihm, wenn alle nehmen. Er ist nicht zornig, Er fürchtet nicht, dass es weniger wird, wenn ihr nehmt. Nein. Er freut sich, wenn Leute Ihn bitten, Segen von diesem Monat zu nehmen. Und er ist sehr heilig. Wer eine gute Denkweise hat, einen guten Verstand hat, muss glücklich sein und das befolgen. Es gibt viele Menschen, die nicht fasten, nichts tun. Diese Leute, Leute ohne Verstand, kein Verstand für sie. Wenn sie bedenken, warum Allāh uns geschaffen hat, müssen sie glücklich sein für etwas, für eine Gelegenheit wie diese. Denn das Fasten ist verpflichtend für uns.

Und viele Menschen fasten nicht. Was wird geschehen? Sie werden befragt werden für das, was sie nicht tun. Aber es gibt auch Leute, die bereuen, dass sie nicht fasten. Das heißt, sie können nachfasten und sich von dieser Verpflichtung freimachen. Denn wenn sie es nicht hier tun, werden sie es im Jenseits (ākhira) tun. Aber wenn ihr vorher auch nur einen Tag nicht fastet und wisst, dass es nicht gut ist, und ihr fastet nicht, was müsst ihr tun? Ihr müsst zuerst zwei Monate fasten. Dies ist die Strafe für den, der nicht fastet. Das ist das erste, aber nicht für jeden Tag, einmal nur für das ganze Leben. Wenn ihr nicht fastet, müsst ihr 60 Tage fasten. Danach werdet ihr fasten, was ihr nicht gefastet habt, einen Tag, zwei Tage, sieben Tage, siebzehn Tage, siebzig Tage, siebenhundert Tage. Ihr müsst jeden einzelnen fasten. Wenn ihr das tut, was wird geschehen? Al-ḥamdulillāh, ihr werdet sicher sein vor der Strafe für diese Verpflichtung, die ihr nicht eingehalten habt.

Auch wenn ihr das tut, sagt der Prophet (saws) im Ḥadīth: Wer nicht fastet und danach all diese Dinge für einen Tag macht, 60, 61 Tage, kann nicht erreichen, was Allāh gesegnet hat an jenem Tag. Selbst wenn ihr euer ganzes Leben fastet für diesen einen Tag, den ihr nicht gefastet habt, werdet ihr nicht diesen Segen bekommen für den einen Tag im Ramaḍān. Es ist nicht leicht, und es ist kein Scherz. Ihr müsst aufpassen. Ihr müsst glücklich sein, das zu tun. Manchmal sagen sie, es sei schwierig. Für kranke Menschen, deren Gesundheit nicht gut ist, ist es okay. Wenn sie nicht fasten, belohnt Allāh sie, als ob sie gefastet hätten. Aber wer aus Müdigkeit, aus anderen Gründen nicht fastet, ist nicht entschuldigt. Entschuldigt ist nur, wer reist oder wessen Gesundheit nicht genug ist. Andere Menschen müssen fasten. Und Allāh, je härter es für sie ist zu fasten, desto mehr belohnt Allāh sie.

Und Allāh braucht uns nicht. Es ist nur für uns. Zu unserem Nutzen gibt Er uns diese Pflicht. Allāh gebe uns in shāʼ Allāh unser ganzes Leben lang Gesundheit! Es ist sehr wichtig, dass wir bis zum Ende unseres Leben fasten in shāʼ Allāh. Denn wir sehen viele Menschen, wenn ihre Gesundheit nicht gut ist und nicht genug, dann sind sie sehr traurig. Sie weinen: „Wir konnten dieses Jahr nicht fasten.“ Es ist nicht leicht. Al-ḥamdulillāh, in shāʼ Allāh gibt Allāh uns Gesundheit und langes Leben, um die ganze Zeit zu fasten.

Und in shāʼ Allāh werden wir nach 4 Uhr morgens Koran lesen wie jedes Jahr. In shāʼ Allāh werdet ihr hier bereit sein für den Koran, in shāʼ Allāh. Wa min Allāhi t-tawfiq. Al-Fātiḥa.

Vortrag von Shaykh Muḥammad ᶜᾹdil ar-Rabbani, Sohbat vom 6. Juni 2016 / 1. Ramaḍān 1437.

Transkript des Videos: http://saltanat.org/videopage.php?id=15637&name=2016-06- 06_tr_TheSulṭānOfMonths_SM.mp4

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