Gottes Befehl ist für jeden

As-salāmu ᶜalaykum wa-raḥmatullāhi wa barakātuhu. Aᶜūdhu billāhi mina sh-shayṭāni r-rajīmBismillāhi r-raḥmāni r-raḥīm.

Das, was uns Muslimen befohlen ist, ob Ṣaḥāba oder Tabiyyun, ob Gelehrter oder Shaykh oder gewöhnlicher Muslim, der  Befehl Allāhs ist derselbe. Er ändert sich nicht. Was Allāh uns auch befiehlt, es ist uns befohlen,  so viel, wie wir wissen, zu erzählen. Und Wissen zu suchen, ist Pflicht (Farḍ) für jeden Muslim. Gewiss, nicht jeder kann ᶜĀlim werden, aber Stück für Stück können sie lernen. Diese Versammlungen  sind Versammlungen des Wissens. Wenn ihr die Absicht fasst, jeden Tag Wissen für Allāh zu  bekommen, werdet ihr Studenten des Wissens.

Es gibt Lohn dafür, weiterzugeben, was ihr wisst, an andere. Es ist etwas, das von Allāh und unserem Propheten anerkannt wird. Es gibt Lohn (Thawāb) dafür, wahre Dinge zu erzählen, von  denen ihr wisst, dass sie richtig sind. Wenn ihr denkt, es sei sehr gut, und mit anderen teilen wollt  eurem eigenen Denken gemäß, ist es nicht richtig. Dann seid ihr kein ᶜĀlim und könnt kein Shaykh sein. Dann seid ihr ein Mensch, der entweder versucht, Dinge zu sagen, die die Menschen gern hören, oder der versucht, Dinge zu sagen, um euer Ego zu befriedigen und aufzubauen. Und wenn ihr das macht, könnt ihr nicht wachsen. Ihr werdet niedergehen und euren Weg verwirren.

Es gibt viele Menschen, die von den vielen Menschen um sie herum geliebt werden. Und wenn ihr Ego schwach ist, versuchen diese Leute, die sie lieben, ihr Ego zu preisen. Wenn ein Mensch aufrichtig ist, kümmert es ihn nicht. Es kümmert ihn nicht, ob andere ihn lieben oder preisen. Er  sagt, was Allāh sagt. Und wenn sein Ego schwach ist, dann tun die Menschen nichts Gutes, sondern  schaden ihm eher. Er wird seinem Ego folgen. Sie gehen alle vom Wege ab. Es ist so gewesen  seit dem Beginn des Islām. Shayṭān verbreitete Fitna überall nach unserem Propheten. Selbst während der Zeit unseres Propheten gab es falsche Propheten. Es gab diese Fitna, und sie verloren den rechten Weg. Manche Menschen fügen sogar denen, die sie lieben, Schaden zu.

Deshalb ist unser Weg klar. Wer Allāh liebt, sollte Allāhs Befehlen gehorchen und versuchen, sich an den rechten Weg zu halten. All eure Freunde… Wenn ihr wahre Freunde seid, ein Freund  sagt die Wahrheit, auch wenn es weh tut. Ihr müsst die Wahrheit sagen und die Wahrheit zeigen.  Zu zeigen, was sein Ego mag, ist nicht angemessen für ihn. Das ist der Freund. Diese Sache wird  weitergeführt, in shāʼllāh, dies ist genug für heute.


Allāhs (awj) Befehl ist für alle. Für den Propheten – natürlich ist er der höchste. Nach dem Propheten… denn er ist unschuldig, tut nichts Unrechtes, das kann er nicht, Allāh bewahrt ihn sicher davor. Nach ihm die Ṣaḥāba, die Tabiyyun, die Gelehrten, die Mashāyikh, die ᶜUlamā’, die  Awliya’allāh, die gewöhnlichen Menschen, für all diese Menschen ist der Befehl gleich. Von Allāh (awj) haben sie alle denselben Befehl. Natürlich hat der Prophet (saws) noch andere Befehle,  aber was zu tun ist, da haben sie dasselbe – dasselbe Farḍ, Sunna, Nafila, Mustaḥabb. Was ḥalāl ist, was ḥarām ist, wird alles gezeigt für die Umma des Propheten (saws). Niemand  kann sagen: Das ist nicht für mich, das ist für diese Leute, für jene Leute. Nein, es ist dasselbe.

Und ihr, diese Leute, jeder muss nach seinem Vermögen lernen. Zu lernen ist Pflicht für alle im Islām – „beginnend mit der Kindheit bis zum Grab“, Ḥadīth. Es ist Pflicht, ihr müsst lernen. Was, wie? Jeden Tag gehen wir zur Schule? Nein, jeden Tag fassen wir die Absicht, etwas zu lernen in der Moschee für Allāh. Allāh lasse euch nach eurer Absicht Seine Befehle lernen. Natürlich hat jeder ein Fassungsvermögen und nach seinem Vermögen kann er auch andere Menschen unterrichten. Wenn er das, was er gelernt hat, andere lehrt, belohnt ihn Allāh. Und er ist, der Prophet (saws) ist glücklich mit ihm. Was ihr richtig lernt, müsst ihr lehren. Aber die Pflicht ist, zu lernen. Zu lehren ist gut, dafür gibt es großen Lohn. Aber was ihr lehrt, ist wichtig. Für unwissende  Menschen, für gewöhnliche Mensche ist es vielleicht weniger wichtig, aber am wichtigsten ist es  für diejenigen, die beanspruchen, Gelehrte zu sein, Shaykhs zu sein, Geliebte Allāhs zu sein.

Und sie lehren die Menschen, was nicht gesagt wird im Befehl Allāhs. Sie tun das nur, um beliebter zu sein, um mehr Anhänger zu haben, um die Menschen glücklich zu machen. Was sie  tun, was sie lehren, ist nicht recht. Es kommt von ihrem Ego, von den Leuten, was sie davon mögen. Und es ist so seit dem Beginn des Islāms. Es gibt eine Art von Menschen, und weil diese  Leute um sich herum Leute haben, die sie lieben, die sie machen, die glücklich mit ihnen sind, so  beginnen sie zu denken, sie seien eine große Sache, eine wichtige Sache. Wenn das geschieht, fügen jene, die diese Menschen lieben, ihnen Schaden zu. Denn sie führen sie vom rechten Weg weg, dem rechten Weg Allāhs und des Propheten (saws). Sie führen sie auf einen anderen Weg, einen schlechten Weg, einen gefährlichen Weg. Und das ist so seit dem Beginn des Islāms. Selbst  in der Zeit des Propheten (saws) – ich sagte, nach der Zeit des Propheten (saws) – in der Zeit des  Propheten (saws) behaupteten manche Leute, sie seien Propheten. Lügenpropheten nennen sie sie. Und sie kämpften, sie behaupteten, diese Leute… Dasselbe wird bis zum Qiyāmā sein.

Also ist es wichtig für die, die behaupten, diesen Menschen zu lieben, wenn sein Ego schwach ist, wirft er ihn schnell von der Höhe auf einen gefährlichen Platz. Es geht hoch, hoch, dann herunter, er und seine Anhänger. Und deshalb ist wichtig, was Allāh befiehlt. Folgt nicht eurem  Ego! Sagt nicht, dies ist mein Freund, dies ist mein guter Freund, er liebt mich und er tut das, und folgt ihm. Nein! Wenn sie wahre Liebende sind, können sie die Wahrheit annehmen. Die  Wahrheit ist manchmal nicht leicht. Leicht zu folgen, ist das, was nicht gut ist. Gutem zu folgen, ist nicht leicht. Deshalb sagen wir: Passt auf! Wir versuchen zu lehren, von dem wir wissen, dass es richtig ist. Wenn jemand damit nicht glücklich ist… Wir können ihm nicht folgen in dem, was ihn glücklich machen wird. Wir tun und sagen nur das, was wir wissen, ist richtig und vom Befehl Allāhs. Denn viele Leute sagen: Wir lieben dich, du bist so, du bist so. Danach begehen sie ein Unrecht. Es ist so, ich sage das von hier aus, ich kann das nicht hinnehmen. Nur was wir wissen, das richtig ist, werden wir sagen, in shāʼllāh. In shāʼllāh machen wir ein bisschen weiter mit diesem Thema später, in shāʼllāh. Wa min Allāhi t-tawfiq, al-Fātiḥa.

Vortrag von Shaykh Muḥammad ᶜᾹdil ar-Rabbānī am 13. Juli 2016 / 8. Shawwal, 1437.

Transkript des Videos: http://saltanat.org/videopage.php?id=15885&name=2016-07-13_tr_AllāhsOrderIsForEverybody_SM.mp4

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