Geistige Basis

Die spirituelle Basis unserer Arbeit liegt in der Sufi-Tradition des Naqshibandiyya Ordens, dessen geistiges Oberhaupt über mehr als 40 Jahre  Shaykh Muḥammad Nāẓim al-Ḥaqqānī ar-Rabbani auf Zypern war. Shaykh Nāẓim ist immerfort auf verschiedenste Menschen zugegangen, er hat viele Reisen unternommen und viele Menschen besucht. Weltweit hat er unzählige Anhänger/Schüler unterschiedlichster Religionen und Nationalitäten.

Am 7. Mai 2014 hat Shaykh Nāẓim im Alter von 92 Jahren diese Welt verlassen und ist in die jenseitige hinübergewechselt. Als seinen Nachfolger als Oberhaupt des Naqshbandi-Ordens hat er seinen ältesten Sohn Shaykh Muḥammad ᶜᾹdil ar-Rabbani eingesetzt. Shaykh Nāẓims jüngeren Sohn Shaykh Bahauddin und dessen Sohn Mehmet Nāẓim Efendi unterstützen Shaykh Muḥammad bei seiner Aufgabe.

Ayberk Efendi

Shaykh Nāẓims Schüler Ayberk Efendi hat in Ludwigshafen den Verein Harmonie der Herzen e.V. ins Leben gerufen. Er unterstützt im Auftrag des Shaykhs in ganz Europa den Aufbau ähnlicher Zentren der Harmonie und der Verständigung.

In der Tradition des Naqshibandiyya Ordens ist der Shaykh (Meister) durch eine ununterbrochene Übertragungskette, die zurückführt bis zum Propheten Muḥammad (Allāhs Segen und Friede seien auf ihm), mit dem göttlichen Geheimnis verbunden. Ein Hauptmerkmal dieser Tradition ist das “Sohbet” oder  die spirituelle Unterweisung, in der  göttliche Wahrheiten und überlieferte Weisheiten durch einen autorisierten Shaykh oder im Namen dieses Shaykhs in einen zeitgemäßen Zusammenhang gestellt und allgemein verständlichen vermittelt werden. Das zweite Hauptmerkmal dieses Weges ist die tägliche regelmäßige Meditation (Dhikr, d.h. Gedenken oder Erinnerung an Gott). Einmal in der Woche trifft man sich zum gemeinsamen Dhikr.  Gott hat in jeden Menschen einen göttlichen Funken gelegt, der im tiefsten Herzen verborgen ist. Gleichzeitig wird dieser Funke auch durch die Liebe zu allem, was nicht Gott ist, verschleiert, genauso wie durch die Aufmerksamkeit gegenüber Banalitäten der materiellen Welt, sowie durch Achtlosigkeit und Vergesslichkeit. Durch den Dhikr erhält der Suchende nicht zuletzt die Möglichkeit, das Göttliche in sich zu finden bzw. wiederzuentdecken. Beim Dhikr weden u.a. die schönen Namen Gottes, Koran-Verse und andere heilige Formeln wiederholt rezitiert.

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Am 2.Januar 2013 sprach Shaykh Nāẓim in Anwesenheit von Shaykh Muḥammad und Mehmet Nāẓim Efendi über die Haupaufgabe der Suchenden: „Sucht kein Wissen. Sucht Adab, gutes Benehmen. Es ist der Adab, der die Menschen Nähe zu Allāh und Seinem Propheten (saws) erreichen läßt. Sie kommen nahe durch Adab. …Wissen kommt als letztes.“

Und danach sagte er zu Shaykh Muḥammad: „In der Versammlung der Awliya (d.h. der Gottes-Freunde, der Heiligen) traten wir ein durch unseren Großshaykh Sulṭānu l-Awliya, al-ḥamdulillāh. Allāh der Allmächtige hat es dir nicht vorenthalten, du warst in der Versammlung des Sulṭānu l-Awliya. Ich brachte diesen meinen heiligen Sohn zu ihm, seit dem ersten Tag seiner Geburt. Der andere ist auch heilig, sie alle. … Seit der große Sulṭān Abu Ayyub al Ansari Hz. dir die Erlaubnis gab, dort (in der Ayyup-Moschee in Istanbul) zu sprechen, kannst du überall sprechen, wo du willst. Du kannst überall sprechen. … Möge Allāh deine Majestät vermehren und dein Wissen vermehren, deine Ehre vermehren. … Abu Ayyub Sulṭān Hz, mögest du diesen meinen Sohn als deinen Diener annehmen. … Sein Dienst ist nicht zum Empfang von Rängen, sondern um Allāh und Seinem Propheten (saws) zu gefallen. Möge Nur (göttliches Licht) auf deinem Gesicht und in deinem Herzen zunehmen, Sohn. Dieser ist auch sehr fähig und begabt, Mehmet Nāẓim. Er wird stark werden, in shāʼllāh. Mögest du ihn auch ausbilden, Mehmet Effendi. … Möge die Dunyā hinter dir herlaufen. Kümmere dich um nichts, geh wie ein Löwe. Deine Erlaubnis reicht von Ost nach West. Ich kann auch deine Hand küssen.“

Und zum Abschluss sagte Shaykh Nāẓim zu seinem Enkel Mehmet Nāẓim: „Die Erscheinungsform deines Vaters (Shaykh Bahauddin) und deines Onkels (Shaykh Muḥammad) sind verschieden. Dein Onkel hat das Attribut von Jalali, Majestät. Er hat Majestät. Dein Vater ist Jamali, Schönheit.“

Hier dieses Sohbet zum Ansehen:

http://saltanat.org/videopage.php?id=6115&name=2013-01-02_tr_EdebYaHu.mp4

 Die Meister des Naqschbanid Sufiordens sind im folgendem Buch beschrieben:
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