Der Teufel bringt uns Unheil.

As-salāmu ᶜalaykum wa-raḥmatullāhi wa barakātuhuAᶜūdhu billāhi mina sh-shayṭāni r-rajīmBismillāhi r-raḥmāni r-raḥīm

Möge uns Allāh vor dem Unheil des Teufels schützen. Allāh (awj) sagt in einem heiligen Vers: (Aᶜūdhu billāhi mina sh-shayṭāni r-rajīm. Bismillāhi r-raḥmāni r-raḥīm) “Faidhā qarata l-qurāna fāstaᶜidh billāhi mina sh-shayṭāni r-rajīm.“ (16:98) „Wenn du den Qur’ān liest, so suche bei Allāh Zuflucht vor dem Satan, dem Verfluchten.“ Wenn ihr Koran lest oder etwas Wichtiges macht, sagt: „Aᶜūdhu billāhi mina sh-shayṭāni r-rajīm. Bismillāhi r-raḥmāni r-raḥīm“ um Schutz bei Allāh vor dem Teufel zu suchen. Der Teufel plagt uns. Schon bevor Allāh Adam (as) geschaffen hatte, ärgerte er diesen. Seit jener Zeit bis zum Tag des Jüngsten Gerichts gibt es für jeden einen Teufel. Es gibt nicht nur einen Teufel. Er ist wie Adam (as). Er hat auch Nachkommen, um die Menschheit zur Hölle zu machen. Das ist ihre Aufgabe, nichts anderes.

Sie fragten unseren Propheten (saws), als er sagte, es gäbe einen Teufel für jeden: „Oh Gesandter Allāhs, hast du auch einen?“ „Ja, ich auch“ antwortete er. Aber Allāh leitete ihn auf dem rechten Weg. Er wurde ein Gläubiger (muslim). Der Teufel unseres Propheten wurde Muslim. Er ersuchte unseren Propheten unentwegt, Gutes zu tun. Sogar, wenn er schlecht war, konnte er kein Leid schaffen, weil der Prophet (saws) unschuldig (maᶜṣūm) ist. Der Prophet (saws) hat keine Sünden oder Fehler. Die Menschen, jedoch, wer immer sie sind, ob Gefährten oder Heilige, sie sind nicht unschuldig. Nur der Prophet (saws) ist sündenfrei. Um den Propheten (saws) zu schützen, verlieh Allāh (awj) dessen Teufel Glauben. Sein Teufel war ein Gläubiger, er suchte das Gute.

Was ordnet uns der Teufel an? Er befiehlt Schlechtes. Der Teufel schafft uns alle möglichen sinnlosen, schmutzigen Dinge an. Wenn ihr diese Dinge tut, folgt ihr ihm. Wenn ihr das Gegenteil von dem macht, was er euch anschafft, gereicht euch das zum Besten. Eure Stufe wird erhöht. Weil er Schlechtes befiehlt, nicht Gutes, sollt ihr das Gegenteil von dem machen, was er befiehlt, euch zum Nutzen.

Die Welt ist ein Testgelände. Allāh hat alles geschaffen. Wenn die Menschen hören, was Allāh gesagt hat, verwandeln sich sogar die schlechten Dinge in Gutes. Es gibt nichts Übleres als den Teufel. Aber dank seiner, könnt ihr eure geistige Stufe erhöhen. Wie das? Indem ihr das Gegenteil von dem macht, was er euch anschafft, steigt eure geistige Stufe. Diejenigen, die dem Teufel folgen, verlieren. Dann verfluchen sie das Üble. Wenn sie fluchen, freut dies den Teufel umso mehr.

Segen ist für die Engel, Fluch für den Teufel. Er wird stolz dabei und wird stärker. Dagegen, wenn ihr das Gegenteil von dem tut, was er anschafft, wird er kleiner und wird zum Zwerg ohne Wert. Das ist  ein Test, wie gesagt. Es ist ein Test von Allāh. Also, anstelle ihn zu verfluchen, tut einfach das Gegenteil von dem, was er sagt. Dann trauert er. Der Teufel trauert: „Er hat nicht auf mich gehört. Er hat mich ignoriert.“

Wenn ihr das tut, was Allāh befiehlt, wird der Teufel traurig. Das sollten wir gegen den Teufel tun.


Allāh (awj) hat alles erschaffen. Im Besonderen hat er, bevor Adam (as) erschaffen wurde, den Teufel, das Böse (shayṭān, iblīs) erschaffen. Er ist vor Adam (as) erschaffen worden. Und er war, wie jeder weiß, der Höchste unter den Engeln. Aber, als er stolz wurde und nicht akzeptierte, was Allāh sagte, wurde er sogleich verflucht. Seit jener Zeit bis zum Tag des Jüngsten Gerichts, verfolgt er die Menschen, um sie in die Hölle zu bringen. Das ist was er verlangte: „Gib mir die Möglichkeit, denn ich möchte alle Menschen in die Hölle bringen.“  Und Allāh (awj) sagte: „Wer dir folgt, der wird mit dir sein.“

Also macht er nur seinen Job, erfüllt nur seine Aufgabe. Er ist nicht wie wir, er liebt nicht die materielle Welt, er strebt nicht nach hohen Positionen oder etwas anderes. Nein, er verfolgt nur die ganze Zeit das Ziel, die Menschen zu zerstören. Wie  zerstören? Ihr seht viele reiche oder hochrangige Menschen, die dem Teufel folgen. Das bedeutet, dass sie ihr nächstes Leben (im Jenseits) zerstören. Das ist wichtig. Seinen Anhängern hier in diesem Leben gibt er alles. Manche, so sagt man, verkaufen sogar ihre Seele an den Teufel. So etwas gibt es. Es gibt Menschen, die verkaufen ihre Seele, um von dieser schlechten, materiellen Welt Nutzen zu erzielen. Viele Leute tun das, viele unterschiedliche Menschen. Er macht sie zu den Höchsten, den Berühmtesten und Besten in dieser Welt. Aber im Jenseits, wenn ein solcher Mensch in die Hölle geht, distanziert sich der Teufel und sagt: „Ich kann dir nicht helfen.“

Allāh (awj) sagt, dass, wenn ihr einen Vers des Korans lesen oder etwas Wichtiges tun wollt, sagt: „Aᶜūdhu billāhi mina sh-shayṭāni r-rajīm.“ Was bedeutet das? „Allāh, schütze uns vor dem verfluchten Teufel.“ Damit er uns nicht nahe kommt und uns zerstört. Wenn ihr das nicht sagt, kommt der Teufel. Wenn ihr das aber sagt, seid ihr sicher, in shāʼllāh.

Der Teufel, wie gesagt, arbeitet hart. Er schläft nicht. Er verfolgt alle Menschen. Und er ist wie Adam (as). Er hat Kinder, Generationen von Nachkommen, so wie die Menschen. Jeder von ihnen verfolgt einen Menschen. Jeder von uns hat einen Teufel. Es gibt nicht nur einen, sondern Milliarden davon. Für jeden Menschen gibt es einen Teufel.

Als sie den Propheten (saws) fragten: „Oh Prophet Muḥammad (saws), du hast auch einen?“ antwortete er: „Ja, auch ich habe einen Teufel, aber Allāh hat mich erschaffen und hat diesen Teufel zu einem Gläubigen (muslim) gemacht.“ Ja, das war er. Und weiter: „Er ersucht mich, Gutes zu tun.“ Der Prophet (saws) ist unschuldig (maᶜṣūm). Was heißt das? Alle Propheten sind davor geschützt, etwas Schlechtes oder Falsches zu tun. Alle sind sie geschützt. Und, obwohl sie geschützt sind, hat Allāh (awj) den Teufel des Propheten zum Gläubigen gemacht. Damit es keinen Zweifel für die Menschen gibt.

Aber uns, uns verfolgt der Teufel Tag und Nacht. Was können wir tun? Das ist ein Test von Allāh (awj). Wir müssen ihn verfluchen. Wenn wir ihn verfluchen, ist er jedoch umso glücklicher. Denn er sagt: „Ich werde für die Menschen, die mich verfluchen, noch mehr Schlechtes tun. Das ist gut für mich.“ Dagegen, ihn nicht zu verfluchen, sondern das Gegenteil von dem zu tun, was er will, macht ihn hoffnungslos. Er wird nicht groß, sondern kleiner und kleiner. Und er wird nicht glücklich.

Alles in dieser Welt, auch die schlechten Dinge, erhöhen eure geistige Stufe, um höher und höher zu steigen in der Göttlichen Gegenwart, wenn ihr wisst, wie Allāh euch sagt, dass ihr damit umgehen sollt und ihr so handelt, es akzeptiert und tut, was ihr tun müsst. Jedes Mal, wenn ihr das Gegenteil von dem macht, was euch der Teufel befiehlt, wird Allāh zufriedener mit euch. Es bringt euch näher zu Allāh. Wenn ihr mit jeder schlechten Sache, die passiert, mit Weisheit umgeht und wie Allāh es euch aufgetragen hat, dann wird euch das Nutzen bringen.

Wir sehen den Teufel nicht in der Welt, wie wir sie kennen. Aber wir müssen seine Tricks kennen um nicht von ihm betrogen zu werden. Diese Welt ist voller Fallen. Jeder Schritt kann zur Falle werden. Also müsst ihr sorgsam sein. Und wir müssen akzeptieren, was Allāh für uns geschaffen hat und seinen Befehlen folgen.

In shāʼllāh sind wir siche,r vor dem Teufel und denen, die ihm folgen. Wa min Allāhi t-tawfiq. Al-Fātiḥa.

Vortrag von Shaykh Muḥammad ᶜᾹdil ar-Rabbani am 11. Juni 2016 / 6. Ramaḍān 1437 in Lefke

Transkript des Videos: http://saltanat.org/videopage.php?id=15666&name=2016-06-11_tr_Shaytan_SM.mp4

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