Das Herz des Gläubigen

As-salāmu ᶜalaykum wa-raḥmatullāhi wa barakātuhu. Aᶜūdhu billāhi mina sh-shayṭāni r-rajīmBismillāhi r-raḥmāni r-raḥīm.

Das wichtigste Ding im menschlichen Körper ist das Herz. Unser Prophet (saws) sagte: „Wenn das gut ist, wird der ganze Körper gut, wenn das schlecht ist, wird der ganze Körper schlecht.“ Es ist so sowohl physisch, als auch geistig. Wenn ihr eine Herzkrankheit habt, behandeln sie euch. Sie machen eine physische Behandlung, aber tatsächlich müssen sie die geistige Behandlung machen. Eines Muslims Herz ist sauber. Es ist voller Liebe zu Allāh und Furcht vor Allāh. Es sollte mit Güte für Menschen erfüllt sein. Es sollte barmherzig sein. Es sollte Barmherzigkeit da sein. Wenn es so ist, dann bist du ein wahrer Gläubiger. Du willst Gutes für alle. Du willst nie Schlechtes für irgendjemanden.

Einmal war Sirri Saqati Hz. Maᶜrūf al-Karkhi Hz. in Baghdād. Der Fluss Tigris geht durch Baghdād. Der Tigris ist ein großer Fluss. Weil er groß war, reisten sie auf ihm mit dem Boot. Sie fuhren herum. Eines Tages, als sie dort saßen, fuhr ein Boot an ihnen vorbei. Es waren junge Leute darin. Sie sangen und spielten, machten Witze und tranken auch Alkohol. Seine Freunde sagten zu ihm: „Dies sind Sünder. Fluch auf ihnen!“ Er sagte: „Oh Allāh, mache diese Menschen glücklich im Jenseits, geradeso, wie sie hier glücklich sind!“ Sie fragten ihn: „Diese Leute sind Sünder. Wir verlangten von dir, sie zu verfluchen, aber du hast für ihre Ākhira gebetet.“ Er antwortete ihnen: „Menschen, die glücklich sind in der Ākhira, sollten Allāhs Wohlgefallen verdient haben, ihnen sollte Allāhs Vergebung gewährt worden sein.“ Sie hörten später, dass diese Jugendlichen wirklich bereuten und auf den rechten Weg kamen.

Das Herz eines wahren Muslims, eines Walī, will immer Gutes. Sie reagieren nicht auf schlechte Menschen mit schlechtem Benehmen. Sie reagieren mit dem Benehmen der Awliya’allāh. Wenn sie schlecht behandelt werden, tun sie doch Gutes. Schließlich finden sie mit Allāhs Erlaubnis Gutes. Eines Ungläubigen Herz ist genau das Gegenteil. Es ist keine Barmherzigkeit in diesem Herzen, keine Güte, nur Unheil. Sie wollen nichts Gutes für irgendjemanden. Sie wollen nur Gutes für sich selbst. Sie wollen nichts Gutes für irgendjemanden. Eines Gläubigen Herz ist nicht so. Sein Herz ist rein und gut, genauso, wie unser Prophet (saws) es beschrieben hat. Das ist ein gutes Herz: ein Herz, das nichts Schlechtes will für andere.


Ein sehr wichtiges Ding im Leben des Menschen, eines jeden, ist das Herz. Es ist das wichtigste Stück in unserem Körper. Der Prophet (saws) sagte in seiner heiligen Rede, dem Ḥadīth: „Es gibt ein Stück Fleisch in eurem Körper, wenn es gut ist, ist euer ganzer Körper gut, wenn es verdorben und nicht gut ist, ist euer ganzer Körper am Ende, nicht gut.“ Und das gilt für das Geistige und auch für das Materielle. Das Materielle – jetzt gibt es in vielen Krankenhäusern viele Ärzte, die Experten und gute Ärzte sind. Sie können Operationen machen, Bypass, andere Sachen machen sie jetzt für das Herz. Sie lassen die Menschen überleben. Aber das ist nicht so wichtig wie das Geistige. Im Geistigen muss es für guten Glauben von guten Awliya’allāh oder normalen Gläubigen voller Liebe sein für Allāh und den Propheten (saws), und für die Menschen müssen sie auch Gutes wollen, erbitten, den Menschen Licht geben, Barmherzigkeit geben. Das ist das Richtige. Auch wenn sie Schlechtes gesehen haben, möchten sie es zum Besseren wandeln.

Es war einmal in Baghdād Maᶜrūf al-Karkhi, ein großer Walī. Seine Mutter und sein Vater waren Christen, und sie gaben ihn zu einem Lehrer, um ihn zu unterrichten. Und natürlich war der Lehrer ein Christ. Er sagte, drei in einem, einer in dreien, irgendetwas wie das. Er sagte: Nein, nur Einer! Nur ein Gott, keine drei Götter. Das kann nicht sein. Er war ein kleiner Junge. Und der Lehrer schlug ihn. Am Ende lief er weg von dem Lehrer. Und Mutter und Vater fragten sich, sie bereuten, sie sagten: „Wenn er kommt, fragen wir ihn, in welcher Religion er ist und wir folgen ihm.“ Nach einer Weile kam er. Er sagte: „Nur ein Gott!“ Sie akzeptierten, Mutter und Vater wurden auch Muslime. Und er war von Kindheit an ein Heiliger. Es gab viele Karāmat für ihn. Sein Grab zu besuchen, war berühmt, damit das Duᶜā’ akzeptiert wurde von denen, die sein Grab besuchten.

Einmal saß er mit seinen Gefährten bei dem Fluss, genannt Tigris (Dijla), der durch die Türkei geht, durch Baghdād kommt. Und das ist ein großer Fluss. Die Menschen können mit dem Boot fahren, sogar mit dem Schiff. Also kamen und gingen viele Leute. Einmal saßen sie und da war ein Boot voller Jugendlicher. Sie sangen, lachten, tranken. Und diese Leute sahen das: „Oh Shaykh, sieh, diese Leute machen unrechte Dinge, mitten am Tag mitten unter den Menschen. Verfluche sie, bitte, dass sie verflucht werden!“ Und er sagte: „Oh Allāh, sie sind glücklich hier, mache sie auch glücklich in der Ākhira.“ Die Gefährten waren erstaunt: „Was? Oh Shaykh, was sagst du? Diese Leute, wir forderten dich auf, sie zu verfluchen. Du machst Duᶜā’ für sie!“ Er sagte, wenn sie in der Ākhira glücklich sind, ist es wahres Glück. Schlechte Menschen können nicht glücklich sein in der Ākhira. Also machte Allāh sie zu annehmbaren Menschen. Und wirklich hörten sie nach einer Weile, dass diese Jugendlichen von dem Duᶜā’ von Maᶜrūf al-Karkhi gute Menschen geworden waren und dieses schlechte Leben verlassen hatten.

Das ist, was die Awliya’allāh für die Menschen wollen. Sie wollen nur Gutes für die Menschen, sie wollen nichts Schlechtes. Sie wollen, dass alle gut sind. Auch von Mawlānā hörten wir dies vielmals in seinen Ṣuḥbas. Er sagte: „Ich wünschte, dass alle auf dieser Insel wahre Muslime werden.“ Das ist für Gläubige – ein sauberes Herz, ein gutes Herz, ein weiches Herz – unser Ziel, Befehl. Und die keine Gläubigen sind oder den Propheten (saws) nicht respektieren, deren Herzen sind in Dunkelheit, und sie wollen nichts Gutes für die Menschen. Sie wollen nur Schlechtes für die Menschen. Und sie sind elend, hier elend und im nächsten Leben auch elend. Ein gutes Herz zu haben, ist schön und es ist gut für euch, für alle Menschen. Wir versuchen, in shāʼllāh, dieses Schlechte aus unserem Herzen zu nehmen. Wa min Allāhi t-tawfiq, al-Fātiḥa.

Vortrag von Shaykh Muḥammad ᶜᾹdil ar-Rabbānī am 2. Juli 2016 / 27. Ramaḍān 1437.

Transkript des Videos: http://saltanat.org/videopage.php?id=15810&name=2016-07- 02_tr_TheHeartOfTheBeliever_SM.mp4

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