Besuch von Scheich Muhammed Adil ar-Rabbani in Wien

Shaykh Muhammed ᶜᾹdil ar-Rabbani

spirituelles Oberhaupt des ehrenwerten Naqshbandi Sufi-Ordens

Shaykh Mehmet blauer Turban

kommt nach Wien!

5. September, 19:30 Uhr

im

Rabbani Derwisch Café

„Wenn Du Dir eine Perle wünscht, suche sie nicht in einer Wasserlache. Denn wer Perlen finden will, muss bis zum Grunde des Meeres tauchen.“ [Rumi]

Öffne Deine Augen, öffne Dein Herz!
Komm!

 

Wahre Größe braucht kein Podest

Umgeben von omnipräsenter Selbstdarstellung, die sich von Social Media und Talent-Shows bis hinein ins politische Tagesgeschäft zieht, tut es gut daran erinnert zu werden, dass wahre Präsenz und Autorität nicht auf lautem Auftreten und „Platz da, jetzt komm ich“-Mentalität beruht.

So ist der würdevoll in sich ruhende Löwe im Schönbrunner Tiergarten aufgrund seiner majestätischen Ausstrahlung auch ganz ohne Gebrüll mühelos als König der Tiere erkennbar und lasst allein damit die hektisch tobenden und kreischenden Kerlchen im benachbarten Affengehege reichlich alt aussehen.

Während sich hinter so manchem wissenden Lächeln spiritueller Lehrer nicht zuletzt vielleicht doch auch die Kenntnis um ausgebuchte Seminarplatze und Business Class-Beinfreiheit verbirgt, handelt es sich bei Shaykh Mehmet ᶜᾹdil um einen authentischen Lehrer im Stil der alten Meister, der sich nur schwer in die rosa und regenbogenfarbene Welt der Wohlfühl-Esoterik einfügt.

Seine Mine, die wie kaum eine andere den Sinnspruch ”everything zen” zum Ausdruck bringt, gleicht einem blankpolierten Spiegel der Unendlichkeit, sein Blick verharrt in unbeirrbarer Ausrichtung auf eine für uns nicht sichtbare Kraftquelle.

Der Derwisch-Konvent des Naqshbandi Sufi-Ordens, in dem sich auch das Grabmal seines im letzten Jahr verstorbenen Vaters und Vorgängers Shaykh Nāẓim ᶜᾹdil befindet, firmiert längst als Low-Budget Tipp im Lonely Planet-Reiseführer für Zypern und bringt aufgeschlossene und abenteuerlustige Rucksack-Touristen auf Tuchfühlung mit einer Jahrhunderte alten spirituellen Tradition und Charakterschule.

Während promovierte Theologen in TV und Internet über die jeweils richtige Auslegung heiliger Schriften schwadronieren und sich für jede noch so absurde Interpretation eine entsprechende Begründung samt Publikum findet, stellt das im einfachen Alltag des Ordenslebens erworbene Erfahrungswissen einen praktischen Gegenpol dazu dar – ein learning-by-doing für die Generation Praktikum am geistigen Weg, in der löbliche Vorsatze der Erprobung im sozialen Miteinander standhalten müssen.

Gelernt wird dabei weniger mittels Wort und Schrift, als durch das aufrichtige Bemühen, dem guten Beispiel des Lehrers zu folgen.

Shaykh Mehmet bei der Gartenarbeit

Shaykh Mehmet bei der Gartenarbeit

Wenn Shaykh Mehmet ᶜᾹdil tagtäglich einen bunten Besucher-Trupp unterschiedlichster Nationalitäten und sozialer Herkunft zur gemeinsamen Arbeit in die immergrünen Garten seiner zypriotischen Heimat führt um wenige Tage später von theologischen Gelehrten, Politikern und Adeligen aller Herren Länder empfangen und geehrt zu werden, skizziert das beinahe perfekt das traumwandlerische Wechseln zwischen den Welten, ohne den leisesten Hauch einer Anhaftung.

Er dürfte wohl einer der wenigen Menschen auf dieser Erde sein, der den juwelenbesetzten Prunkstuhl am Kopfende einer gediegenen Tafel jederzeit gegen den durchgewetzten Fahrersitz seines klapprigen, alten Traktors tauschen würde, der mit seinem von der Sonne ausgebleichten Lack beinahe mit der am Horizont flimmernden Hitze zu verschmelzen scheint und dabei fast genauso unsichtbar und durchlässig wirkt wie sein Fahrer…

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